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JES Regional

Regional ist eine der Bestrebungen von JES Bi.e.V., die vorhandenen Ressourcen auf dem Gebiet von Wissenschaft und Forschung als auch Medizin und Justiz gerade hier in Bielefeld zu nutzen, um niederschwellige Programme und Ansätze zu verwirklichen, die bisher hier noch nicht angedacht wurden. Eines unserer Ziele könnte z.B. die Mit- wirkung im sog. „Steuerungsausschuss der Stadt Bi. sein, dort wird seit Jahren nur  über, aber nicht mit uns gesprochen. Ein vernünftiges interdisziplinär ausgerichtetes Projekt könnte vieles bewegen, und Bielefeld mit seinen auf Bethel basierenden kari- tativen Stärken schnell an die Spitze innovativen Handelns auf dem Gebiet der akzep- tierenden Drogenarbeit katapultieren. Der Suchtforschungsbereich der Uni könnte ebenso regionale Projekte, wie z.B.ein solches nach Schweizer Vorbild, beobachten.

Bisher war es leider so, das der o.g. Ausschuss leider versäumt hat, die richtigen Kooperationspartner an einen Tisch zu holen. Ein Konzept wie das bisherige lässt sich nur dann entwickeln und ausbauen, wenn die Justiz eingebunden ist, wie sich ja im Fall Kruse zeigt. Als Betroffene sollten wir Druck auf die Politik ausüben, daß die nächsten Konzepte auf gar keinen Fall ohne Rechtsicherheit für alle Beteiligten über die Bühne gehen können. Nicht nur der Drobs-Mitarbeiter hat ein Recht zu wissen, was tolerabel ist und was nicht, sondern auch und gerade der Gebraucher selbst.

Dieses aktuelle Beispiel zeigt eigentlich recht deutlich, wie wichtig es in der Zukunft werden kann, die Betroffenen miteinzubinden in Planung und Entscheidung.
JES-Bi.e.V existiert schon seit einigen Jahren, und hat sich  von der losen Interessenvertretung vor 4-5 Jahren dann 2000 zur Vereinseintragung entschieden.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Gemeinnützigkeit beim Finanzamt erreicht, was wichtig für die Spendenbereitschaft der Einzelnen ist ( Steuerabschreibung...). Bei unseren wöchentlichen Treffen kommen mal mehr, mal weniger Personen zusammen,
 die sich für Ziele von JES-Arbeit interessieren. Die Mitgliedschaft ist nicht Pflicht.
 Alle sind zunächst willkommen!  JES.Bi.e.V. ist, wie alle anderen Vereine und Verbände, den bekannten gruppendynamischen Prozessen unterworfen, und so erleben wir ein manchmal reges, manchmal träges Vereinsleben. Unser Ziel, mindestens einmal im Jahr im Stadtblatt erwähnt zu werden, wurde z.B. nur `98 u.`99 verwirklicht, geplant für dieses Jahr ist es...

Die Kerngruppe des Vereins selbst hat sich personell mehrmals verändert. Es gibt außer den vom Vereinsrecht geforderten Posten keinerlei Hierarchie. Ideen Einzelner werden eher im Team diskutiert, und wenn planbar, beschlossen und durchgeführt,
z. B. Infostand am Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher i.d. Innenstadt.
Es ist uns allen klar, dass es ein weiter Weg sein wird, bis der Rausch und das natürliche Verlangen danach nicht mehr als krankes Verhalten gebrandmarkt wird, und der Weg der „ kleinen Schritte‰ ist mühsam und steinig.

Leider gibt es auf professioneller Ebene bei den Drogenberatungsstellen kaum spürbare Ansätze, was die Durchführung wirklich anspruchsvollen, akzeptierenden Handelns betrifft. Es fehlt hier regional an mehreren Angeboten für aktiv drogengebrauchende Menschen, die eigenverantwortlich mit psychoaktiven Substanzen umgehen möchten, trotz hoher Preise und prohibitiver Bedingungen. Allein hier wird sichtbar,  wie wichtig die Einbindung der Justiz in manche Planung ist. In Münster gibt es eine Fixerstube, in Bielefeld will die zust. Staatsanwaltschaft nicht mal den offiziellen Drobs-Versuch mittragen. Laut neuesten Presseberichten soll es wohl beim bisher beschlossenen Drogenkonzept bleiben, so sprachs der Polizeipräsident. Hinter verschlossenen Türen  sind sogar schon Gespräche mit dem Staatsanwalt gelaufen.    Wir sind gespannt...

Oh je, jetzt sind wir ein Stück weiter, der Polizeipräsident musste gehen, und die Drobsmitarbeiter sollen von Gerichts- und Presse wegen die Junkies anzeigen, wenn sie "dealen".
Liebe Bielefelder, eins geht nur: Offene Szene mit allen Konsequenzen, oder eine Anlaufstelle, in der Kleinhandel geduldet wird. Hier gibt es keinen Mittelweg...

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