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PROJEKTE von JES Bi.e.V. sind z.Zt. u.a.:


 

1. ein Offenes Musikprojekt, es ist von verschiedenen Musikern Geld für die Miete eines Übungsraumes zusammengekommen, andere haben Ausrüstung spendiert und so läuft nun schon seit drei Jahren ein Musikprojekt. Alle der Invol- vierten haben Drogenerfahrung, eine Menge Spass und auch manchmal Stress bei den gemeinsamen Treffen. Der Spass an der Sache steht hier im Vordergrund. Im Moment beraten Teile des e.V. darüber, ob Gelder bei den Krankenkassen zur Förderung von Selbsthilfeprojekten beantragt werden sollen, z.B. für die Über- nahme der o.g. Raummiete.
2. Verschiedene Arbeitsprojekte, exemplarisch sei hier die alle zwei Jahre stattfindende TÜV- Vorbereitung und - Vorführung eines Oldtimers,der sich im Besitz eines JES-Mitgliedes befindet, genannt, die trotz umfangreicher Schweißarbeiten eine mängelfreie Abnahme beschert hat, und deshalb dieses Jahr wieder ansteht. Diese Aktion wird AUSNAHMSLOS von z.Zt.drogengebrau- chenden Menschen ( Heroinraucher) durchgeführt, nur die Werkstatt ist gemietet. Hier wird einmal mehr der Beweiss erbracht, das Drogengebraucher durchaus in der Lage sind, im alltäglichen Arbeitsprozess gleichwertige Ergebnisse zu erzielen. Da die Kosten der Aktion privat vom Kfz-Besitzer getragen werden, und es auch sein Kfz ist, sind hier wohl keine Fördermöglichkeiten zu erwarten.                                                       
Bereits mehrmals ist es JES gelungen, Projekte zu initiieren, bei denen Betroffene ihre Sozialstunden für das Gericht abarbeiten konnten, in einem Fall erwuchs sogar eine Mitgliedschaft aus der anfänglich „erzwungenen„ Koopertation. Es ist trotz der Tatsache, dass JES Bi.e.V. Vereinsstärke hat, allein aus Kompetenzgründen manchmal zwingend, Hilfe zu haben, z. B. beim Erstellen und Überspielen dieser homepage.

Wir hoffen, dass wir Dank guter Anleitung des Probanden der Bewährungshilfe auch mit dem späteren hosting gut klarkommen, Danke, R.
3. verschiedene Öffentlichkeitsarbeitsprojekte - u.a. gehört die Erstellung und das hosting dieser page dazu.                                    Ausserdem sind wir bestrebt, Kontakt zur regionalen Presse zu halten und auszu- bauen. In den letzten Jahren gelang es auch in Kooperation mit der AIDS-Hilfe einen Infostand in der Innenstadt am Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher, dem 21.07. zu betreuen. Dieses fällt unter den wohl wichtigsten Punkt in der JES-Arbeit : Bewusstsein schaffen für Menschen, die KONSUMIEREN möchten, wenn die x-te Therapie versagt hat, kann es nicht sein, dass der betroffene Mensch zu schwach ist, abstinent zu leben. Nein, die Therapie war zu schwach! Der Stoff ist verfügbar, also, warum nicht in medikamentöser Form verabreichen, damit kommen wir zu...
4.O-Stoff in Bielefeld das mag jetzt wie ein unereichbares Fernziel klingen, aber bei genauerer Betrachtung verfügt Bielefeld, wie viele andere Orte in NRW, über eine ausreichende Infrastruktur, um an dem vom Bundes- gesundheitsministerium ausgeschriebenen Originalstoffprojekt teilzunehmen. Da kann die CDU noch so viele Parteibuchakrobaten an die Entscheidungsstellen setzen, die ewig Gestrigen werden von Ihrer eigenen Kirche im Denken überholt. Wenn diese, wie unlängst geschehen, die Frage aufwirft, woher denn die schlechte Wertung einer Drogenabhängigkeit kommt, andere Abhängigkeiten sind gesellschaftlich geduldet und sanktioniert, denken wir nur an guten Sex oder Autos - beides kann  abhängig machen, aber verbieten wir es deshalb gleich? In der Rauschfrage darf nicht länger das blosse „Ob#8222; disskutiert werden sondern eher das „Wie„. Es fällt uns wirklich schwer, einem AIDS-Betroffenen, der am Tag bis zu 5 (!)  verschiedene Tabletten zu bestimmten Zeiten einnehmen muss, zu erklären, warum die Abhängigkeit von Heroin, welches er höchstens 2-3 mal am Tag einnehmen müsste, eine anders- wertige Abhängigkeit darstellt, als die von seinen AIDS-Präparaten. Der makabere Sachverhalt am Rande ist, dass Heroin, als Medikament hergestellt, auch bei Langzeitgebrauch, keinerlei ernsthafte gesundheitliche Schäden verursacht, was auf das verstreckte Mistzeug der Mafias eindeutig nicht zutrifft.
5. Selbstbewusstsein bei Gebrauchern schaffen es ist festzustellen, dass hier eines der Probleme liegt, welches bei vielen Betroffenen zu generell verunsichertem Handeln mit vielen Rückfällen und Abstürzen  führt. Die sogenannten Therapeuten vermitteln einem Menschen  das Gefühl, das dessen Bestreben, nämlich durch Zuführen einer psychoaktiven Substanz „ besser drauf zu kommen‰,in diesem  Fall, nämlich beim Opiatgebrauch, verwerflich sei . Wenn Blödsinn wie „ Nur schwache Menschen nehmen Drogen‰ auf Plakatwänden steht, ist es kein Wunder, wenn das Selbstwertgefühl des Einzelnen im Keller ist. Wir von JES weisen in solchen Fällen auf die Realität hin, vor der niemand so blind flüchtet wie die Verkäufer der festge-
fahrenen Abstinenzideologie.
 Dort, in der gesellschaftlichen Realität, ist sowieso jeder 10te Deutsche Psycho- pharmakabenutzer, was nichts anderes heisst, als dass es viel mehr Leute gibt, die sich mit Psychopharmaka „dopen‰, als Drogenfreunde.
 Wenn man dann noch den Alkoholgebrauch dazunimmt, drohen die Abstinenz- freunde sogar Minderheit zu werden. Also: Nicht die Droge macht den Menschen schwach, sondern die prohibitiven Umstände, Preise und Realitäten.
Noch niemand hat uns schlüssig beantworten können, warum Heroin als Original- stoff nicht anstatt chemischer Psychopharmaka eingesetzt wird, wie in England zum Beispiel. Hier kann nur die Angst vor Erfolgen eine Rolle spielen.
Auch steht bei den„professionellen‰ Sozialarbeitern zu oft der Zusammenhang des ausgelebten Helfersyndroms sich selbst gegenüber einer erfolgreichen Arbeit im Weg. Es ist bezeichnend, dass Drogenberatungen eigentlich nicht über Drogen beraten, sondern in erster Linie Therapien vermarkten. Es wird immer Menschen geben, die mit Stoffen und den täglichen Anforderungen nicht klar kommen und Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Aber es gibt auch solche, die mit den Stoffen leben möchten und auch bestens klarkommen. Hier stösst man auf Unverständnis. Warum? Nicht jeder Stoff ist für jeden gemacht. Seine persönlichen Rauschvor- lieben entdeckt der Mensch im Bekanntenkreis, wo es leider oft an Kompetenz mangelt, hier sind Präventionskonzepte gefragt, es muss endlich das WIE? und nicht mehr das OB? (mensch etwas nimmt), gelehrt werden.

6. Sportprojekt , bei schönem Wetter trifft man sich mit anderen Usern Donnerstag nachmittag bei schönem Wetter zu einer Runde Fussball, es nehmen zwischen 3-8 Personen teil, und das Ganze ist völlig zwanglos, was Teilnahme und Gestaltung betrifft. Falls einmal Bedarf nach anderen Trainingsmöglichkeiten ent- steht, könnte JES Anträge auf Unterstützung bei der AIDS-Hilfe oder den zuständigen  Krankenkassen stellen. Zunächst ist es ein reines „ funprojekt.‰
7. Internetpräsenz - Was wir damit meinen, sieht man hoffentlich als Leser dieser site.
Wir haben zu oft die Erfahrung gemacht, dass verschiede Inhalte einfach nicht vorkommen in der täglichen Drogenarbeit, obwohl hier ein riesiger Bedarf besteht. Akzeptierendes Handeln im Rahmen der bestehenden Gesetze ist mit weit mehr Spielraum ausgerüstet, als es uns der hiesige Staatsanwalt vermitteln möchte.
Aus der Vergangenheit zu lernen heisst auch, neue Konzepte mit der Staatsanwalt- schaft und anderen Fachleuten gemeinsam zu erarbeiten. Die Peinlichkeiten der Vergangenheit, immerhin musste am Ende ein Polizeipräsident in den Urlaub fahren, der hinter der akzeptierenden Drogenarbeit stand, während in Münster eine Fixer- stube eröffnet wurde, sollten sich nicht wiederholen.                      
Eine Anlaufstelle für aktiv drogengebrauchende Menschen ist immer zu begrüssen.    Die Alternative wäre eine frei in der Stadt umhervagabundierende Szene, bekannt
als „Junkie-Jogging‰.                                         
Dann aber  ohne das Verlogene:‰ Nein, Drogen gibts da nicht‰. Ein Richtlinienansatz könnte in die Richtung gehen, Drogengebrauchende und proffessionelle Händler voneinander zu trennen,d.h.Rechtsicherheit für alle Beteiligten.
 
 

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