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Spätestens heute müsste dem letzten Drogenkrieger klar geworden sein, dass dieser Krieg nicht gegen die verbotenen Substanzen, sondern letztlich gegen deren Konsumenten geführt wird. Ein Krieg der, wie fast jeder Krieg, unzählige Menschen getötet und unendliches Leid hervorgerufen hat. Wie viele von den Leuten, die mit uns vor 20-30 Jahren den Konsum von Heroin begannen, leben denn heute überhaupt noch?
Gestorben sind die meisten jedoch nicht am Stoff. Selbst wenn eine Überdosis Todesursache ist, liegt es zumeist an Bei- und Mischkonsum von ganz legalen
und seitens der Ärzte immer gern verschriebenen Medikamenten: Beruhigungs- und Schlafmittel. DIESE werden i.d.R. genommen, weil das Strassenheroin in seiner Qualität schwankt, und meist viel zu stark verschnitten ist. Natürlich sind auch AIDS und Hepatitis C weit verbreitet und fordern imer mehr Opfer und Kosten. Beides Krankheiten, die durch die lange praktizierte Verknappung auch der Utensilien entscheidend mitverursacht wurden. Das sind dann also Kollateralschäden, um im Szenario zu bleiben.
Krieg, könnte jetzt eingeworfen werden, sei nie gut. Aber am Krieg haben einige Wenige schon immer gut verdient, und im ã Drogenkriegä scheinen diese Leute mächtige Verbündete zu haben, anders ist ein Festhalten
an dieser, primär von den USA vorgegebenen Verfahrensweise, dem ãwar on drugsä, nicht zu erklären.
Sehen wir doch beispielsweise das Heroin als Medikament, als solches ist es
schliesslich von Herrn Sehrtürner im 19. Jahrhundert in Deutschland erfunden worden.
Ein Stoff, der - in reiner Form und angemessener Dosierung - für den Dauergebraucher physiologisch
weitestgehend unschädlich ist. Deutliche Überdosierung beinhaltet jedoch die Gefahr eines Atemstillstandes, und anhaltender Konsum kann schnell eine starke körperliche Abhängigkeit ausbilden.
Abhängigkeit als solches besitzt keine Wertigkeit, und das Bedürfnis nach Rausch, da sind sich heute selbst die Kirchen einig, ist ein natürliches, grundmenschliches.
Sicher besteht in unserer Gesellschaft die Tendenz alles zu reglementieren, und am liebsten würde man bestimmt noch z.B. einen Vulkanausbruch per Erlass verbieten . Aber sollten wir nicht langsam umdenken, die Lebenswirklichkeit der User auch in Gesetzform anerkennen und nicht Gelder für sinnlose Therapien und aus dem Fenster werfen? Es wird immer Menschen geben, die auf Originalstoffe angewiesen sind.
Wenn die einzig vernünftige Lösung in der Versorgung liegt, muss man den Weg gehen!
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